17.10.2021
Rasche geplante Öffnung Krabis für Touristen ruft Zweifel hervor
Tourismusunternehmer in Krabi wenig begeistert von Thailands schneller Wiedereröffnung
Srisukon sagte, dass er trotz der rosigen Prognosen der Regierung befürchte, dass nicht so viele internationale Reisende nach Thailand strömen würden wie von der Regierung angedacht. Da Bars und Aktivitäten verboten seien und viele kleine Geschäfte entweder vorübergehend oder dauerhaft geschlossen sind, gäbe es nicht viel, was Touristen in nennenswerter Zahl nach Krabi locken könnte.
In den Geschäften könne man zwar immer noch ein Bier kaufen, aber es sei nicht erlaubt, in Gesellschaft zu trinken, da Bars und Clubs geschlossen seien und Restaurants keinen Alkohol verkaufen dürften. Hinzu kämen die vielen kleinen Unternehmen auf Koh Phi Phi, Krabi und anderen ehemals lebhaften Touristenorten, denen die Ersparnisse ausgegangen seien und die nicht über das Geld, das Inventar oder das Personal verfügen, um plötzlich wieder zum Leben erwachen zu können, so dass eine fast gespenstische Stimmung entstehe.
"Wir hatten einheimische Touristen, die sich darüber beschwerten, dass es absolut nichts zu tun gibt, weil das Nachtleben und die Unterhaltungsmöglichkeiten immer noch verboten sind und viele Geschäftsinhaber nicht öffnen werden, solange sich die Situation nicht dramatisch verbessert."
Warum solle man also die Gesundheit und Sicherheit der Einwohner von Krabi riskieren, wenn die Geschäfte geschlossen seien und die Touristenzahlen wahrscheinlich weit unter den allzu optimistischen Vorhersagen liegen werden? Ausserdem seien nur 31 % der Einwohner der Provinz geimpft - knapp 152.000 von über 600.000 Einheimischen, in den Plänen für die Wiedereröffnung wurde jedoch wiederholt eine Impfquote von 70 % für die Wiedereröffnung der Provinzen gefordert.
Angesichts der Tatsache, dass zwei Drittel der Menschen in der Provinz nicht geimpft sind, die Zahl der täglichen Infektionen immer noch ansteigt und es in der Provinz immer noch zu schweren Covid-19-Infektionen kommt, von denen einige sogar tödlich verlaufen, könnte der Tourismusbetreiber Recht haben und Krabi in nächster Zeit keine Touristen willkommen heißen.
Auch eine Mehrheit der Menschen ist mit der Entscheidung der Regierung, das Land am 1. November wieder zu öffnen, nicht einverstanden und sagt, dass die Zeit dafür noch nicht reif sei, so das Ergebnis einer Meinungsumfrage. 60,10 % antworteten auf die Frage, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt für die Wiedereröffnung des Landes für Touristen ohne Quarantäneanforderungen sei, „nein“, während der Rest, 39,90 %, „ja“ sagten. Auf die Frage, ob sie mit der für den 1. November geplanten Wiedereröffnung einverstanden seien, sagten 59,86 % „nein“ und 40,14 % „ja“.