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22.03.2025

Expats  

Rätselhafter Tod eines deutschen Wutbürgers in Thailand

„Zahnärztinnen-Bedränger“ mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden

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In einem verstörenden Kriminalfall wurde der 41-jährige Deutsche Matthias E. tot in seinem Haus im Bezirk Non Sung in der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima aufgefunden. Die Umstände seines Todes werfen viele Fragen auf: War es Selbstmord oder Mord?

Am Nachmittag des 21. März wurde die Polizei von Non Sung über eine Leiche in einem Einfamilienhaus nahe dem Wat Don Chomphu informiert. Die alarmierten Beamten und Rettungskräfte fanden den leblosen Körper von Matthias E. auf dem Bett liegend – auf dem Rücken, bekleidet mit einem grauen Tanktop und kurzen Hosen. Besonders schockierend: Eine etwa fünf Zentimeter lange, klaffende Wunde am Hals – offensichtlich zugefügt durch ein scharfes Objekt. Das Bett war blutgetränkt, der Raum verwüstet, Dokumente und Gegenstände lagen verstreut. Zwei aggressive Rottweiler hielten Wache am Tatort, sodass die Polizei zunächst das Veterinäramt hinzuziehen musste, um die Tiere zu sichern und die Leiche näher untersuchen zu können.

Ehefrau alarmiert Freund

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Der Verdacht kam auf, als die Ehefrau von Matthias E., eine Thailänderin, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Provinz Prachinburi aufhielt, ihren Ehemann telefonisch nicht mehr erreichen konnte. Sie wandte sich an einen deutschen Freund ihres Mannes, der in einem benachbarten Ort lebte, und bat ihn, nach dem Rechten zu sehen. Gemeinsam mit dem Dorfvorsteher und einem Assistenten betrat dieser das Grundstück. Als sie durch das Fenster blickten, entdeckten sie die leblose Gestalt von Matthias E. – blutüberströmt auf dem Bett. Wegen der bedrohlichen Hunde wagte jedoch zunächst niemand das Betreten des Hauses.

Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Es wird in zwei Richtungen ermittelt: Es könnte sich entweder um Selbstmord oder um ein Gewaltverbrechen handeln. Zur Klärung prüft die Polizei unter anderem die Aufzeichnungen der Überwachungskameras im Haus und in der Umgebung. Schön, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt, aber Statistiken von Todesursachen gehen bei durchschnittenen Kehlen eher selten von Suizid aus. Ob überhaupt eine Waffe gefunden wurde, ist nicht bekannt.

Vorgeschichte voller Gewalt

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Matthias E. war nicht unbekannt bei den Behörden. Bereits seit November 2024 hatte es mehrere Vorfälle gegeben, bei denen er gewaltsam in verschiedenen Zahnarztpraxen in der Stadt Nakhon Ratchasima eingedrungen war. Ziel seiner Angriffe waren wiederholt thailändische Zahnärztinnen. Berichten zufolge hatte er Personal körperlich attackiert, Einrichtungsgegenstände zerstört, Privatbereiche betreten und eine Zahnärztin unter anderem mit dem Kopf gegen eine Wand gestoßen sowie in einer weiteren Attacke in die Lippe gebissen. Zudem hatte er über soziale Netzwerke Drohnachrichten versendet. Die Taten hatten unter den betroffenen Ärztinnen große Angst ausgelöst.

Am 18. März 2025 wurde Matthias E. schließlich festgenommen. Die Polizei nahm ihn auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in der Innenstadt von Nakhon Ratchasima fest, wo er in einem grünen Ford-Pick-up saß. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung vor. Matthias E. bestätigte bei der Festnahme seine Identität, verweigerte aber jede inhaltliche Aussage und wollte sich nur vor Gericht äußern.

Freilassung gegen Kaution – und dann der Tod

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Am 19. März wurde Matthias E. dem Gericht vorgeführt. Er stellte einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution, der bewilligt wurde. So kehrte er in sein Haus im Bezirk Non Sung zurück. Die Polizei plante zu diesem Zeitpunkt bereits, die thailändische Einwanderungsbehörde über den Fall zu informieren, um eine mögliche Ausweisung und Visaannullierung zu veranlassen. Denn trotz legalen Aufenthaltsstatus wurde Matthias E. aufgrund seines gewalttätigen Verhaltens als Gefahr für die öffentliche Sicherheit eingestuft.

Nur zwei Tage nach seiner Freilassung wurde er nun tot aufgefunden. Die Untersuchungen dauern an.

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